Großadmiral Dönitz als Kriegsverlängere


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Abgeschickt von gerhard jeske am 17 April, 2009 um 21:43:20

Gerhard Jeske
Franzosenkoppel 23 - 22547 Hamburg
Kriegsverlängerer: Großadmiral Karl Dönitz !
Nachdem im Mittelmeer, dem Atlantik und der Nordsee die Reichsdeutsche Kriegsmarine ausgeschaltet worden war, konzentrierte sich ihre Kampfkraft längs der Ostsee. Als Großadmiral befehligte Dönitz nicht nur die U-Boot Flotte, sondern die gesamte Kriegsmarine. Er setzte die schweren Kreuzer, Zerstörer und Schnellboote rücksichtslos ein, um den Landstreitkräften Nachschub zu sichern und Feuerschutz zu geben.
Der Operationsraum reichte im Osten bis zum Kurlandkessel. Dadurch konnten die Verbände in Kurland, Königsberg, Pillau, Danzig, und Hela, ihren ausweglosen Kampf bis zu ihrem Untergang weiterführen. Die Zivilbevölkerung wurde, oft mit Gewalt, an die Küste der Ostsee vertrieben, mit dem Versprechen, dass sie von der Kriegsmarine nach dem Westen evakuiert werden würde. Immer wieder wird diese verlustreiche Überführung der Flüchtlinge als große Rettungstat vor den brutalen sowjetischen Soldaten dargestellt. In dem Begriff Überführung " und " Rettung über See " liegt kein Sinn. So stellt sich doch die Frage, wohin denn die Mecklenburger oder Sachsen, bei Annäherung der sowjetischen Front evakuiert werden sollten, eventuell nach Holland oder England? usw. So liest man im Kriegstagebuch des Josef Geobels vom 15.März 1945. "Der Führer hat entschieden, dass im Westen weiter geräumt werden soll.— der Führer ist nach wie vor der Meinung, dass wir dem Feind vor allem unsere wehrfähigen Männer nicht in die Hand fallen lassen dürfen.— In Pommern sind beispielsweise 400,000 Menschen, die evakuiert werden sollten, den Sowjets in die Hände gefallen" .
In Wirklichkeit war diese " Rettungsaktion" ein Bestandteil der Taktik der verbrannten Erde. Die Menschen sollten als Arbeit und Militär Masse der reichsdeutschen Industrie und der Wehrmacht erhalten bleiben. Menschenverluste spielten bei der Verteidigung der eingeschlossenen Städte oder in den versenkten Schiffen, keine Rolle. Diese Opfer fungierten höchstens in zweitrangigen Statistiken. Wie verheerend die Kriegsmarine in die Erdkämpfe eingegriffen hatte und dabei auch viele Zivilisten tötete, ergibt sich aus den Einsätzen in der Danziger Bucht. So griffen Dönitz schwere Kreuzer, Prinz Eugen, Schlesien und die Leipzig mit ihrer Artillerie in die Kämpfe vor Oliva bis zum Dohnasberg ein. Sie verschossen an einem Tag 700 Schuss 28 cm bezw. 20 cm Granaten und mehrere hundert Schuss aus ihren 10, 5 cm Geschützen. Diese mörderischen Geschosse sausten auch nach Danzig hinein. Da die Umgebung von Oliva und besonders die Stadt mit Flüchtlingen überfüllt waren, so ist eine große Anzahl der Zivilisten diesem deutschen Trommelfeuer zum Opfer gefallen. In unserer Presse, besonders auch der heutigen Krieggeschichte werden diese Opfer nicht einmal erwähnt; dagegen wird der Einsatz der Kriegsmarine immer noch als die größte Rettungsaktion " dargestellt. Durch die Versorgung der eingeschlossenen Wehrmachtverbände durch die Kriegsmarine, durch ihren Einsatz als schwimmende, bewegliche Artillerie wurde der Krieg im Osten um ungefähr fünf Monate verlängert, und dadurch wurden hunderttausende Menschen sinnlos vernichtet. Dönitz, der überzeugte Nationalsozialist und seine willfährigen Offiziere hatten, angesichts der bevorstehenden Niederlage, in eigener Regie den Krieg weitergeführt, und sie sind am Untergang der deutschen Bevölkerung und ihrer Kultur im Osten als die Hauptverantwortlichen zu benennen.




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